„Fit for Tolerance“

Das Projekt „Fit for Tolerance“ in Ebersdorf war ein voller Erfolg
16 Kinder aus fünf verschiedenen Nationen lernten sich und den Umgang miteinander im respektvollen Austausch im Ebersdorfer Gemeindezentrum kennen. Im Rahmen des Ferienprogramms der Jugendpflege Ebersdorf in Kooperation mit dem Kreisjugendring Coburg und der Kommunalen Jugendarbeit im Landkreis Coburg fand eine bewegende Woche für Kinder und Jugendliche ab acht Jahren statt. Mit spannenden Aktionen erfuhren sie, was Toleranz und Respekt eigentlich bedeutet und wo sich diese Begriffe im alltäglichen Leben wieder finden. Drei Studenten der Studiengang Soziale Arbeit der Hochschule Coburg, nutzten ihr Praxissemester um das Projekt ins Leben zu rufen und waren auch mitverantwortlich bei der Durchführung der Woche.

Teilnehmer Betreuer und Helfer

Teilnehmer Betreuer und Helfer

Bewegende Momente
Mit Toleranz und Respekt begegnete sich die interessierte Jugend auch im Spiel und im Sport. Vor Ort konnten fünf Vereine aus Ebersdorf mit dazu beitragen, was Regelverständnis, Rücksichtnahme, Fairness und Spaß in der Gemeinschaft zu haben, bedeuten. So sorgte der Blindenfußballer Manuel Beck (VFL Frohnlach) dafür, dass die Teilnehmer erleben und ausprobieren konnten, wie es ist, ohne Sehvermögen Fußball zu spielen.
Das Angebot war sehr vielfältig. Einen Input zur Selbstverteidigung gab es von der Ju-Jutsu Abteilung des TV Ebersdorf. Außerdem wurde noch Kegeln auf der Outdoor-Rasenbahn durch den SKC Frohnlach, Handball durch den TV Ebersdorf und Einrad- sowie Kunstradfahren durch den RSV Frohnlach angeboten.

Blindenfußball

Blindenfußball

Essen aus aller Welt
Toleranz und Vielfalt blieben auch beim gemeinsamen Mittagessen im Mittelpunkt. Der Verein Schmetterlingseffekt e.V., Veranstalter des regelmäßig in Coburg stattfindenden „Kochen für Weltbürger“, unterstützte das Projekt durch einen bhutanischen, sowie einen syrischen Koch, die mit den Teilnehmern kulinarische Rezepte aus verschiedenen Ländern der Erde kochten.
Das Netzwerk „Wir sind bunt: Coburg Stadt und Land!“ spiegelte hierbei das Motto der Woche perfekt wider und unterstütze bei der Umsetzung des Vorhaben. So erklärte eine Teilnehmerin in einem Gespräch über die Verschiedenartigkeit der Menschen, dass „wenn alle gleich wären, wäre es ja total langweilig“ und ein 8-jähriger fügte hinzu, dass ´bunt eh die schönste Farbe sei`.

Gemeinsames Abschlussgrillen

Gemeinsames Abschlussgrillen

Gelungener Abschluss
Der Abschluss dieser viel zu kurzen, aber fesselnden Woche war ein Grillfest mit allen Vereinen, Teilnehmern und deren Familien.
Je länger die Woche lief, desto mehr wurde deutlich, dass Alter oder Herkunft keine Rolle spielten. Die Teilnehmer, Betreuer, Praktikantinnen und Helfer wuchsen zu einer großen Gemeinschaft zusammen und es herrschte eine ausgelassene Stimmung. Ein 11-jähriger Teilnehmer beschrieb die Woche als „die schönste Woche meines Lebens, weil ich so viele neue Dinge kennenlernen durfte.“
Am Freitag wurde noch gemeinsam ein Stoffbanner bemalt um die positiven Erfahrungen der Woche festzuhalten und eine Botschaft nach außen zu tragen: „Egal wie du bist, bei uns bist du willkommen! Wir sind bunt…weil bunt die schönste Farbe ist!“

Die Teilnehmer bei Bemalen des Stofftuches

Die Teilnehmer bei Bemalen des Stofftuches

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