5. Demokratiekonferenz

Am 10. November findet die diesjährige Demokratiekonferenz mit dem Titel „Geschichte und Demokratie leben!“ im Gymnasium Casimirianum statt. Anlass für dieses Thema sind zahlreiche Jahrestage 2019 und Jubiläen 2018 und 2019 in Coburg. Das Programm „Demokratie leben!“ der Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Coburg förderte und fördert außerdem viele Projekte mit der Zielsetzung „Geschichte und Erinnerung als Verantwortung in demokratischer Tradition“. Darüber hinaus ist die Thematik aufgrund sich aktuell entwickelnder Tendenzen und Strömungen relevant. Die Demokratiekonferenz greift das regional und überregional wichtige Thema auf und steht in einer Reihe von Veranstaltungen im November. Die Demokratiekonferenz soll dafür sensibilisieren, Geschichte und Erinnerung aktiv zu halten. Außerdem sollen neue Ideen und Konzepte für Coburg entwickelt werden.

Programm

09:30-10:00 Uhr                                Ankommen und Registrierung

10:00-11:00 Uhr                                 Begrüßung (OB N.Tessmer), Impulsvortrag (L. Göldner)

11:00-11:30 Uhr                                Kaffeepause

11:30-13:00 Uhr                                Workshops

13:00-13:30 Uhr                                gemeinsame Mittagspause

13:30-14:30 Uhr                                Diskussion und Präsentation

14:30-15:00 Uhr                                Abschluss

Sie können an einem Workshop teilnehmen und haben die Möglichkeit unter Angabe von Vor- und Zuname und zwei favorisierten Workshops sich bis 29.10.2018 bei laura.goeldner@vhs-coburg.de oder 09561882557 anzumelden.

Workshop I               Erinnern durch Design/Beyond Forgetting (Prof. Gerhard Kampe mit Studierenden der Hochschule Coburg) Wie nähern wir uns im Jahr 2018 historischer und zeitgenössischer Verfolgung und Exil an? – 80 Jahre nach den staatlich organisierten und gelenkten Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich, nach Eskalation von Verfolgung, Vertreibung und Exil der jüdischen Bevölkerung in Europa der Verfolgung von politisch, sozial und kulturell ‚Anderen‘. Wie begegnen und verarbeiten wir Erinnerung und oft versteckte Geschichte kritisch durch gestalterische, pädagogische, und performative Mittel? Prof. Gerhard Kampe; Leiter des Institutes für integriertes Produktdesign an der Hochschule Coburg, wird mit Unterstützung von Studierenden diesen Fragen nachgehen. Die Teilnehmer_innen des Workshops werden neue Wege der Erinnerung kennen lernen, diskutieren und erarbeiten.

Workshop II              Erinnerungskultur an der Schule – P-Seminar Erinnerungskultur: ein Stolperstein für eine ehemalige Schülerin (Yvonne Flach) Wie unterrichtet man Geschichte anschaulich und nachvollziehbar? Wie vermittelt man Themen wie Flucht, Exil und Vertreibung in einer multikulturellen Gesellschaft? Wie können Schüler_innen dazu bewegt werden, historisches Bewusstsein, Empathie und eine demokratische Grundhaltung zu entwickeln? Yvonne Flach, Geschichts- und Sozialkundelehrerin am Gymnasium Alexandrinum Coburg, wird in diesem Workshop den Teilnehmer_innen zeigen, wie Erinnerungskultur an der Schule umgesetzt wird. Dabei erfahren die Teilnehmer_innen aktiv Wissenswertes zur Geschichte des Gymnasiums Alexandrinums und einer ehemaligen Schülerin.

Workshop III            Erinnern und Gedenken: Wie gehen wir in Coburg mit Geschichte um? (Rupert Appeltshauser und Dieter Stößlein) Gibt es Merkmale der Geschichte, die für Coburg charakteristisch sind? Welche Themen der Geschichte sind in Coburg überwiegend präsent? In welchen Formen und mit welchen Methoden werden diese Themen wahrgenommen oder dargestellt? Rupert Appeltshauser, ehemaliger Geschichts- und Englischlehrer am Gymnasium Albertinum, und Dieter Stößlein, evangelischer Pfarrer, werden im Workshop diesen Fragen nachgehen. Gemeinsam mit den Teilnehmer_innen des Workshops werden sie klären, ob bzw. unter welchen inhaltlichen Gesichtspunkten neue, bisher wenig beachtete Themen einer Hervorhebung oder neuer Formen des Erinnerns und Gedenkens bedürfen.

Workshop IV            Geschichte und Demokratie in Vergangenheit und Gegenwart (Franziska Bartl und Isabel Zosig) Wie wirkt Vergangenheit auf Gegenwart? Welche Verbindungen gibt es und was bedeuten sie für uns und unsere Gesellschaftsstruktur? Wie gehen wir mit dem, was war, um und welche Zusammenhänge gibt es zwischen Geschichte und aktueller Politik? Franziska Bartl, Historikerin und Politikerin, und Isabel Zosig, Stadtführerin und Angestellte der Bayern-SPD, werden gemeinsam mit den Teilnehmer_innen des Workshops diesen Fragen nachgehen. Die Teilnehmer_innen bekommen dabei einen interessanten Einblick in mögliche Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Es ergeht herzliche Einladung! Der Eintritt ist frei!

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